Stil finden.

Wenn Sie wollen, nehmen Sie sich (für sich allein) die Zeit zu prüfen, ob einige der folgenden persönlichen Fragen für Sie bei Ihrer Einrichtungswahl von Bedeutung sind.

1. Motive

  • Wollen Sie vor Allem Ihre Verwandten stolz machen wollen, wenn diese Sie besuchen?
  • Möchten Sie Jemandem zeigen, was Sie geschafft haben (Freunde/Bekannte)? 
  • Ist Ihr Motiv, sich von Anderen zu unterscheiden?
  • Möchten Sie in Zukunft zu einer anderen Gesellschaftsschicht gehören?
  • Ordnen Sie sich beim Einrichten Ihrem Partner/In unter, da Sie 'keine Ahnung' vom Einrichten haben?

Wenn Sie mehr als drei mal JA geantwortet haben, bedeutet dies nichts Anderes, als nur, dass Sie bereits viel in Ihrem Leben geschafft und geschaffen haben, worauf Sie stolz sein können.
Es gibt kein RICHTIG oder FALSCH.
Auf Ihr Objekt bezogen: Es gibt keine (wirklich falschen) Entscheidungen, die Sie nicht in einer anderen Lebensphase korrigieren könnten.

2. Geschichte

Meine Empfehlung ist, den Blogbeitrag zu Thema zu lesen. Darin geht es um Prägung.

3. Stil vereinen.

Die meisten Bauenden sind zu Zweit, wenn sie sich ein neues Heim einrichten.

Gibt es dabei Unstimmigkeiten, was den gemeinsamen Stil angeht, schlage ich folgende Vorgehensweise vor:

  • Besorgen Sie bitte zehn Wohnzeitschriften + zwei verschiedenfarbige Klebezettelblöcke.
    Zusätzlich einen roten Klebezettelblock.
  • Nun nimmt zuerst die Person, die normalerweise weniger Einfluss auf die Gestaltung hat, sich allein die Zeit und kennzeichnet in einer Farbe alle die Seiten, bei deren Ansehen sich auf den ersten Blick ein gutes Gefühl einstellt. Pro Wohnzeitschrift sollte mind. EIN, max. DREI Wunsch-Stile markiert werden.
  • Das Gleiche macht später allein der/die andere PartnerIn.
    Mit den andersfarbigen Klebezetteln.
  • Die erste Person bekommt nun im Anschluss mit 5 roten Klebezetteln die Möglichkeit, die vom anderen vorgeschlagenen Stile, die sich für ihn am schlechtesten anfühlen, zu markieren.(maximal FÜNF in allen 10 Zeitschriften).

WICHTIG: Das Ganze, ohne dass sich jemand für seine Wahl rechtfertigt.

  • Jetzt noch einmal wechseln. So dass jeder minimal fünf, maximal 25 Stilvorschläge hat.
  • Stile, die eventuell schon beiden gefallen, separat legen. Dazu am besten die Seiten ausreißen oder kopieren.
  • Sollten keine oder wenig Übereinstimmungen gefunden werden, schaut jeder beim anderen, mit welchem Thema er sich aber unter Umständen anfreunden könnte.
  • Auswertung in Ruhe. Sollte dies nach dieser Aufgabe nicht möglich sein, VERTAGEN!

REDEN, wenn eine entspannte Grundstimmung herrscht.

Es ist eine Wertschätzung Ihrem/r PartnerIn gegenüber, wenn Sie diese Übung auch dann machen, wenn Sie vielleicht keine Lust dazu haben und deshalb auch zukünftige Einrichtungs-Entscheidungen gern delegieren würden. Sollte es gar keine Möglichkeit geben, einen gemeinsamen Nenner zu finden, ist das zwar schade für die Gesamteindruck des Objektes, aber trotzdem erst einmal “kein Beinbruch“.

Wichtig ist dann, dass jeder (s)einen Rückzugsort in seinem gewünschten Stil bekommt. Einen Bereich, in dem der Andere kein Mitspracherecht hat.

Der Aufwand von ca. 3 Stunden, die eingeplant werden müssen, steht in keinem Verhältnis dazu, sich jahrelang nicht wirklich wohl zu fühlen, da Sie vielleicht im Vorfeld Ihre Bedürfnisse nicht vertreten haben.
Das Gleiche trifft natürlich auch auf Ihre/n PartnerIn zu, sollte beim Vertreten der eigenen Interessen und einem gesunden Egoismus noch Nachholbedarf sein. 

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